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Tim Grant
1.
Die Ursache und die Verursacher
Im Auftrag
von Regierungen wurden Minen und Verlegesysteme bestellt und finanziert.
Die Minen werden von den Rüstungsfirmen
(Landmine.de) im Auftrag der Regierungen vieler Länder (Verteidigungsministerien)
konstruiert, produziert (finanziert) und verlegt.
2. Die Wirkung und die Betroffenen
Damit wurde eine der größten Bedrohungen für unbeteiligte Menschen
und Tiere ausgelöst.
Diese Minen sind in den ehemaligen Kriegsgebieten oft mit Gras und
Büschen bewachsen und dadurch zu unsichtbaren Todesfallen geworden.
Sie verstümmeln und töten auf heimtückische Weise Frauen, Männer und
Kinder und rotten ganze Tierarten aus.
Sie verhindern, dass Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren können.
Sie zerstören dadurch das gesellschaftliche Gefüge.
Sie verhindern
den Wiederaufbau, denn sie wurden an den wichtigsten Versorgungsstellen
verlegt.
3. Allgemeine Gegebenheiten verminter Böden
Bei den in der Welt vergrabenen Anti-Personenminen (über 344 verschiedene
Arten) und Anti-Tank-Minen handelt es sich zu 70 % um anti-magnetische
Objekte mit sehr wenig oder gar keinem Metallanteil.
Die Böden sind mit Metallstücken durchsetzt, insbesondere in
den Kriegsgebieten durch Eisen- und Stahlsplitter.
Typisch sind Minenfelder in der Größe bis ca. 1000 ha (1 km x 10 km)
und eine Minendichte von wenigen bis zu mehreren 100 Stück pro ha.
4. Die Beseitigung und der Stand der Technik
Während für
die Produktion von Minen und Verlegesystemen Milliarden zur Verfügung
gestellt wurden, vergaßen die Verursacher, Vorsorge für die Entsorgung
zu treffen. Noch lange Zeit nach Beendigung der Feindseligkeiten töten
die Minen unbeteiligte Menschen und Tiere.
Für die Beseitigung dieser Todesfallen, die
inzwischen von Gras und Büschen überwuchert sind, ist ausgerechnet
die "Handentminung" mit Metalldetektoren, Suchnadel und Spielzeugschaufel
gegenwärtig die einzige von den Militärexperten der UNO propagierte
Methode.
Diese Methode ist vollständig ungeeignet und unsicher, denn:
Sie ist lebensgefährlich
für das Personal.
Sie ist nicht sicher - auf den geräumten Flächen kommt es wiederholt
zu Unfällen.
Sie ist unbezahlbar.
Und:
Diese Methode verfehlt
das Ziel, weil die Anzahl der verlegten Minen
trotz Handentminung ständig steigt.
Es werden 10x mehr Minen verlegt, als mit Handentminung geräumt werden
können.
Trotzdem wird bis heute von UNMAS die manuelle Entminung als einzig
sicheres Standardmittel vorgeschrieben.
Nach Annex II dieser Vorschriften wird ein "Räumsicherheitsstandard"
von 99,6% Minenfreiheit gefordert und wie folgt definiert:
Von 1115 verlegten und geräumten Minen gelten
5 Minen mit intaktem Zündmechanismus als "zulässige Toleranz der manuellen
Entminung" und werden nicht als Räumfehler gewertet.
Die UN-Autoren wissen also, dass diese Methode unzuverlässig und ungeeignet
ist.
Alle betroffenen Länder benutzen trotzdem diese von der UNMAS herausgegebene
"Standing Operating Procedures" (SOP) in ihren eigenen Territorien
als Grundlage für ihre eigenen Richtlinien.
Das fordert ständig Opfer unter den Räumern und nach der Räumung unter
bei den Betretern der Felder.